What Paradise? Sammlung Peters-Messer     2018, Weserburg, Museum für moderne Kunst

Eröffnung: Samstag, 22. September 2018, 19 Uhr.
23. September 2018 - 10. Februar 2019

I am not a piece of shit I am a piece of society - mit kraftvoll auf die Leinwand gemalten Lettern bringt es der Künstler Bjarne Melgaard auf den Punkt: Kunst fordert ihren Ort in der Gesellschaft. Florian Peters-Messer, Immobilienunternehmer aus Viersen, hat seit Mitte der 1990er Jahre über 350 Werke aktueller, internationaler Kunst zusammengetragen, die in dieser Form erstmals in einem musealen Kontext vorgestellt werden. Die Ausstellung präsentiert eine zugespitzte und scharf konturierte Auswahl von hochpolitischen, mitunter brisanten Werken, die auf kritische, oft beklemmende Weise soziale Verwerfungen unserer Zeit aufgreifen. Der Titel "What Paradise?", angelehnt an ein Werk von Kon Trubkovich, fragt dabei nicht nur nach verlorengegangenen Verheißungen. Es geht auch um den Einzelnen, um seine Hoffnungen und Möglichkeiten in einer immer komplexer und undurchsichtiger erscheinenden Welt, die durch Globalisierung und Digitalisierung anscheinend alles für verfügbar hält und doch kaum noch zu greifen ist. Die Ausstellung nimmt ganz bewusst das Verhältnis von Ästhetik und Ethik in den Blick und damit die soziale Funktion der Kunst insgesamt.

Weitere Informationen zur Ausstellung.

Künstlerinnen und Künstler

Kader Attia, Viktoria Binschtok, Peggy Buth, Yvon Chabrowski, Arash Hanaei, Jonathan Hernández, Thomas Hirschhorn, Pieter Hugo, Sven Johne, Jon Kessler, Douglas Kolk, Bjarne Melgaard, Thomas Rentmeister, Achim Riethmann, Julian Röder, Tom Sachs, Santiago Sierra, Kon Trubkovich, Susan Turcot.

Kuratiert von Peter Friese und Ingo Clauß